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Assessment of sex-based differences in the role and function of regulatory B cells in HIV-1 infection

Projektleiter: Dr. med. Christine Dahlke
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Zentrum für Innere Medizin I, Infektiologie, Sektion Emerging Infections

Seit Einführung der antiretroviralen Kombinationstherapie (cART) konnte die HIV-1 bedingte Morbidität und Mortalität deutlich verringert werden. Da das HI-Virus jedoch nicht eliminiert wird, führt die bestehende virale Persistenz häufig zu einer pathologischen Immunaktivierung, die mit schweren Erkrankungen einhergeht.

Daher sind weiterhin neue Strategien zur Behandlung HIV-1 infizierter Menschen notwendig. Als potentiell vielversprechende Modalität gilt die Immuntherapie, bei der das Immunsystem genutzt wird, um eine Erkrankung zu bekämpfen. Da bei einer HIV-1 Infektion aber sowohl die Immunaktivierung als auch die Immunsuppression zur Krankheitsprogression führen kann, ist eine präzise Anwendung essentiell.

Bei der Immuntherapie gelten regulatorische Lymphozyten, sogenannte regulatorische T und B Zellen (Treg und Breg) als wichtige Ziel-Zellen. Diese Zellpopulationen können die Immunaktivierung unterdrücken. Bregs können z.B. inhibierend auf Effektor-Immunzellen, sowie induzierend auf eine Expansion der Tregs wirken. Allerdings wurde ihre Bedeutung während der HIV-1 Pathogenese bisher noch nicht eingehend untersucht. Während eine Breg-induzierte Verringerung der Inflammation die Krankheitsprogression eindämmen kann, würde eine Breg-bedingte reduzierte Aktivierung der T-Killerzellen (CTL Antwort) gleichzeitig eine virale Persistenz begünstigen. Die Beobachtung, dass HIV-1 infizierte Frauen bei gleicher Viruslast eine schnellere Krankheitsprogression zu AIDS als Männer zeigen führt zu der Annahme, dass Immuntherapien geschlechtsspezifisch angewendet werden sollten und zusätzlich zu der Frage, ob Breg hier einen relevanten Beitrag leisten können.

Um dieser Frage nachzugehen, werden zunächst HIV-1 induzierte Bregs von gesunden Spendern charakterisiert. Mit dem gewonnenen Breg-Profil werden im letzten Schritt Bregs von HIV-1 infizierten Menschen, die virämisch sind oder mit cART behandelt werden, geschlechtsspezifisch analysiert.

Unsere Studie leistet einen wichtigen Beitrag, den Einfluss einer bisher wenig beachteten  Zellpopulation im Rahmen der HIV-1 Infektion zu verstehen. Der Ansatz ermöglicht einen detaillierten Einblick in den Einfluss der Bregs auf den HIV-1 bedingten Krankheitsverlauf im geschlechtsspezifischen Kontext. Unsere Ergebnisse können Hinweise bringen, ob Bregs als Zielzellen für Immuntherapien geeignet sind und somit neue geschlechtsspezifische Strategien im Rahmen von Immuntherapien öffnen.

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