Sie befinden sich hier: Die geförderten Projekte > Die geförderten Projekte 2015 > Schistosoma Co-Infection as a Risk Factor for Failure of Antiretroviral Therapy among HIV-Infected Patients in Southern Rural Tanzania

Schistosoma Co-Infection as a Risk Factor for Failure of Antiretroviral Therapy among HIV-Infected Patients in Southern Rural Tanzania

Projektleiter: Dr. med. Matthias C. Müller
Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Klinik II
 

Deutscher Titel: Schistoma-Koinfektion als Riskofaktor für das Versagen der antiretroviralen Therapie bei HIV-infizierten Patienten im ländlichen Tansania 

HIV/AIDS und Schistosomiasis sind Infektionserkrankungen mit erheblicher Krankheitslast und weit überlappenden geographischen Verteilungen in Subsahara Afrika. Die Prävalenz der Schistosoma-Koinfektion erreicht bis zu 30% in den dortigen HIV Kohorten. Es existieren Daten, dass eine Schistosoma-Koinfektion den natürlichen Verlauf einer HIV-Infektion negativ beeinflussen kann. Als Folge von immunmodulatorischen Effekten durch Schistosomen scheinen Schistosoma-HIV-koinfizierte Individuen höhere Viruslasten aufzuweisen, was einen schnelleren Progress der HIV-Infektion bedingen könnte. Unseres Wissens existieren nur zwei Studien, die die Wirksamkeit der antiretroviralen Therapie (ART) bei Schistosoma-HIV-koinfizierten Patienten evaluieren. Die Daten dieser Studien sind teilweise widersprüchlich, jedoch zeigte eine der Studien ein vierfach erhöhtes Risiko für ein immunologisches Therapieversagen bei mit Schistosoma und HIV koinfizierten Patienten. Daten zum virologischen und klinischen Ansprechen in diesem Setting existieren nicht, jedoch könnte das fehlende immunologische Ansprechen Folge eines virologischen Therapieversagens sein, welches wiederum zu Resistenzentwicklungen führen könnte. In Zeiten des massiven Rollouts der antiretroviralen Therapie in Subsahara Afrika könnte das Thema der Schistosoma-HIV-Koinfektion für die Effektivität der HIV-Programme von großer Bedeutung sein.

In unsere Studie möchte wir den Einfluss der Schistosoma-Koinfektion auf das klinische, immunologische und virologische Ansprechen HIV-infizierter Patienten der gut charakterisierten „Kilombero and Ulanga Antiretroviral Cohort (KIULARCO)“ in Ifakara im südlichen Tansania auf eine begonnene ART untersuchen.  Hierfür werden wir  kryokonservierte Plasmaproben der Patienten von einer Blutentnahme vor Beginn der ART auf das Vorhandensein von schistosomalem Antigen (circulating anodic antigen, CAA) testen und dessen Einfluss auf das virologische, immunologische und auf einen kombinierten Endpunkte aus Tod und „loss to follow-up“ untersuchen.

Die Studie könnte die Schistosoma-Koinfektion als eine einfach zu behandelnde Ursache für das Versagen einer antiretroviralen Therapie bei HIV-Patienten identifizieren.

© 2018 Gilead

Privacy Settings