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Geschlechtsspezifische Untersuchung von CD49b+LAG+3 T regulatorischen Typ 1 Zellen und plasmazytoiden dendritsichen Zellen bei HIV positiven Patienten

Projektleiterin: Dr. Clara Lehmann

Universitätsklinik Köln

Vergleichende Studien zum Verlauf der HIV-Infektion zwischen Männern und Frauen konnten zeigen, dass Frauen mit derselben Viruslast wie Männer ein höheres Risiko haben AIDS zu entwickeln. Dies ist unter anderem mit einer höhere chronischen Immunaktivierung bei Frauen assoziiert.

Die chronische Immunaktivierung wiederum gilt als ein zentraler Mechanismus des fortschreitenden Immundefekts bei der Infektion mit HIV. Paradoxerweise kommt es mit kontinuierichem Abfall der CD4+T-Zellen zu einem zunehmenden Grad der Immunaktivierung. Diese ist durch eine hohe Zahl an T-Zellen mit aktiviertem Phänotyp sowie erhöhte Serumspiegel proinflammatorischer Zytokine charakterisiert. Bislang sind die zugrunde liegenden Mechanismen der chronischen Immunaktivierung nicht eindeutig geklärt. Einige Studien konnten einen kausalen Zusammenhang zwischen erhöhten Interferon- α (IFN-α) und Interleukin 10 (IL-10) Spiegeln mit einer erhöhten chronischen Immunaktivierung und der Krankheitsprogression herstellen.

Ferner, spielen Typ 1 regulatorische T-Zellen (Tr1-Zellen), eine Subgruppe von regulatorischen Zellen, eine wichtige Rolle bei der Immuntoleranz und sind neben anderen Zelltypen die Hauptproduzenten von IL-10. Erst kürzlich wurde beschrieben, dass diese Zellen spezifisch auf ihrer Zelloberfläche die Marker CD49b und LAG-3 exprimieren, so dass Tr1 Zellen gezielt identifiziert werden können.

Desweiteren, beobachteten wir in Voruntersuchungen bei virämischen HIV+ Patienten mit zunehmender Krankheitsprogression eine höhere Frequenz der CD49b und LAG-3 positiven Tr1-Zellen. Interessanterweise zeigten in-vitro Experimente, dass unter dem Einfluß von IFN-a CD49b und LAG-3 positive Tr1-Zellen gebildet werden können.

Unsere Hypothese ist es daher, dass HIV+ Frauen höhere Spiegel an IFNα bildenden plasmazytoiden dendritischen Zellen sowie IL-10 bildende CD49b und LAG-3 positive Tr1 Zellen aufweisen als Männer. Diese sind wiederum mit höheren Spiegeln der chronischen Immunaktivierung assoziiert. In diesem Förderprojekt soll diese Hypothese untersucht werden.

Es ist essentiell die geschlechtsspezifischen immunologischen Unterschiede im Verlauf der HIV-Infektion zu verstehen, um langfristig individualisierte und geschlechtsspezifische Behandlungskonzepte zu entwickeln.

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